Fitness-Tipps, die ich gern vorher gekannt hätte

Wenn ich heute zurückblicke auf meine ersten Jahre mit regelmäßigem Sport gibt es ein paar Dinge, die mir das Leben leichter gemacht hätten. Nur, weil man manches besser machen kann, macht man nicht automatisch alles falsch – aber manches lernt man eben mit der Zeit. Oder wenn man Tipps von anderen bekommt. Here we go.

Das hier wird keine „So machst du alles richtig“-Liste, sondern eher eine Sammlung von simplen Tipps, die dir das Leben im Hinblick auf Sport etwas erleichtern kann.

1. Regelmäßigkeit schlägt Intensität

Früher dachte ich, gute Trainingswochen sind die, in denen ich mich einmal richtig verausgabe – am besten so, dass ich am nächsten Tag ordentlich Muskelkater habe. Das Problem: Nach so einer Einheit hatte ich oft keine Lust mehr und aus „einem Tag Pause“ wurden schnell zwei Wochen.

Mittlerweile weiß ich: Drei kürzere, moderate Einheiten pro Wochen bringen mich langfristig weiter als eine einzelne Extremsession, nach der ich erst mal die Lust verliere – und die Treppe kaum noch hochkomme. Lieber stetig dranbleiben, als einmal Gas geben und dann tagelang den Muskelkater auskurieren.

2. Ruhetage sind keine faulen Tage

Ich kenne viele Menschen, die direkt ein schlechtes Gewissen bekommen, wenn sie mal einen Tag nicht zum Sport gehen. Ruhetage fühlen sich schnell wie eine kleine Niederlage an. Als hätte man es nicht geschafft, sich zu überwinden. Inzwischen sehe ich das komplett anders. Regeneration ist kein Gegenteil von Training, sondern ein wichtiger Part davon. Die Muskulatur baut sich genau in den Pausen auf, nicht nur während der Bewegung selbst.

Seit ich Ruhetage bewusst einplane, statt sie mir mit schlechtem Gewissen abzuringen, fühle ich mich insgesamt belastbarer und habe seltener das Gefühl, meinen Körper zu überfordern.

3. Gute Ausrüstung macht den Unterschied

Ich habe lange gedacht, Ausrüstung sei nebensächlich, solange man sich nur genug anstrengt. Bis ich gemerkt habe, wie sehr ein guter Sport-BH oder eine rutschfeste Matte den Unterschied machen können zwischen „Ich freue mich aufs Training“ und „Ich schieb’s schon wieder auf“. Es geht dabei auch gar nicht um teure Marken, sondern darum, dass die Basics stimmen und nicht bei jeder Bewegung stören.

4. Vielfalt schlägt starres Programm

Anfangs dachte ich, dass man am besten immer wieder dieselben Übungen macht, um besser zu werden. Heute weiß ich, dass Muskeln immer wieder neue Reize brauchen, um stärker zu werden. Der Mix aus Ballett, Barre, Pilates und Krafttraining funktioniert für mich und sorgt dafür, dass ich dranbleibe. Ich persönlich finde nichts schlimmer, als mich beim Training zu langweilen und das tue ich, wenn ich dreimal die Woche nur ins Gym gehe.

5. Home-Workouts sind kein Kompromiss

Früher hat für mich nur das Training im Studio wirklich gezählt. Alles andere war eine Notlösung, wenn es mal nicht anders ging. Spätestens während Corona habe ich dank geschlossener Studios gemerkt, wie effektiv auch Home-Workouts sein können. Manchmal ist der Weg ins Gym einfach gefühlt unbezwingbar, dann geht es zu Hause schnell auf die Matte.

6. Warte nicht auf die perfekte Stimmung

Der größte Motivationskiller für mich war früher, auf das „richtige Gefühl“ zu warten, bevor ich überhaupt anfange. Mittlerweile weiß ich: Wenn ich erstmal die Sportkleidung anziehe, ist die eigentliche Entscheidung schon gefallen. Noch bevor mein Kopf überhaupt anfangen kann, dagegen zu argumentieren.

Fazit

Keine dieser Erkenntnisse war in dem Moment klar, in dem ich sie gebraucht hätte. Ich musste sie mir alle selbst erarbeiten, meistens auf die etwas umständliche Art. Vielleicht hilft dir die eine oder andere davon, dir ein bisschen Zeit und Umwege zu sparen. Und falls nicht: Auch das ist okay. Manche Dinge muss man einfach mit der Zeit für sich selbst entdecken.

Zurück
Zurück

Herbst-Workout-Wardrobe: Mein Layering-Guide für Training an kühlen Tagen

Weiter
Weiter

Neutral Fitness Aesthetic: So stylst du dein Workout in Beige & Braun