Zuhause trainieren: Das brauchst du wirklich (und was nicht)
Kurzhanteln gehören in jedes Home-Gym
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Effektiv zu Hause trainieren ohne Fitnessstudio: Ich zeige dir, welche Ausrüstung sich wirklich lohnt und wie du Training in einen vollen Alltag integrierst.
Natürlich haben stylische Boutique-Studios ihren Reiz. Ballett-Training in großen Altbau-Räumen mit Stuck an der Decke, Reformer-Pilates mit persönlicher Betreuung oder klassische Power-Pilates-Kurse in modernem Ambiente, dazu die zusätzliche Motivation durch die Gruppendynamik. Das Problem: Nicht jede:r von uns hat so ein Studio um die Ecke. Und selbst wenn, musst du dich nach festen Zeiten richten, die sich mit einem vollen Arbeitsalltag oft nur schwer vereinbaren lassen. Hinzu kommt der Preis – Mitgliedschaften oder einzelne Tickets gehen ordentlich ins Geld, besonders wenn man mehrmals die Woche trainieren möchte.
Warum zu Hause trainieren überhaupt Sinn macht
Genau hier kommen Home Workouts ins Spiel. Sie lassen sich zeitlich flexibel planen, ohne Anfahrtsweg (im Regen) und sind deutlich günstiger. Mit der richtigen Ausrüstung lässt sich zu Hause fast alles trainieren, was du sonst im Studio machen würdest.
Wie oft denkt man sich „Ich würde ja, aber der Weg …“ und genau deshalb kann es sehr viel leichter fallen, direkt am Morgen, schnell in der Mittagspause oder nach Feierabend in sein Sportoutfit zu steigen und sofort loszulegen. Vor allem im oft hektischen Alltag, spart das zusätzlich Zeit, die man mit seiner besseren Hälfte, der besten Freundin oder einfach entspannt auf der Couch verbringen kann.
Die Grundausstattung: Was du wirklich brauchst
Während man in Fitnessstudios monatliche Beiträge zahlt, musst du für dein eigenes kleines Home-Gym einmal ein paar Euro investieren und kannst dann entspannt und kostenfrei trainieren, wann immer du magst. Je nachdem worauf dein Fokus liegt, gibt es ein paar Basics, die du auf jeden Fall benötigst. Für Übungen auf dem Boden brauchst du eine gute Fitnessmatte, die deinen Rücken und deine Knie schützt. Zusätzlich sind Widerstandsbänder ein echter Geheimtipp – sie sind platzsparend und du kannst wirklich eine Vielzahl von Übungen mit ihnen absolvieren.
Für dein Krafttraining eignen sich Kurzhanteln und / oder eine Kettlebell. Theoretisch lässt sich auch mit gefüllten Wasserflaschen trainieren, aber um dein Training zu steigern, solltest du dauerhaft auf etwas mehr Gewicht setzen. Wer Pilates oder Barre zu Hause praktiziert kann sich zusätzlich einen Pilates-Ring zulegen.
Worauf ich bei diesen Gadgets gern achte sind nicht nur die Qualität und Praktikabilität, sondern auch das Design. In meiner eher kleinen Wohnung, liegen die Geräte gern mal herum und dann sollen sie optisch gut ins Gesamtbild passen. Du magst es bunt? Dann kaufe dir passende Tools. Dein Interior-Stil ist eher in gedeckten Farben? Dann achte auch Matte und Hanteln auf dezente Töne.
Die wichtigsten Tools im Überblick
Kurzhanteln, Wasserflasche, Fitnessmatte – es braucht nicht viel.
Was du NICHT sofort brauchst
Natürlich könntest du theoretisch sofort ein ganzes Home-Gym einrichten. Mit Laufbahn, Crosstrainer, Rudermaschine und sogar einem Pilates-Reformer. Doch sind wir ehrlich: Die wenigsten von uns haben den Platz dafür. Und meist hält die Motivation nicht ewig. Teste dich also lieber langsam heran. Lege dir eine kleine, aber durchdachte Auswahl an Equipment zu und schaue, wie du mit dem Training zu Hause zurecht kommst. Du hast Gefallen gefunden und Platz? Dann können ein Spinning-Fahrrad, eine Rudermaschine oder ein Laufband dein Home-Gym natürlich noch abrunden. Sie sind aber definitiv kein Muss.
Wie ich Training in meinen Alltag einbaue
Am liebsten besuche ich Kurse, die ich schon kenne. Von Trainer:innen, bei denen ich mich wohlfühle. Doch gerade wenn es draußen den ganzen Tag regnet oder das Wetter zu schön ist, fällt es mir schwer, mich auf den Weg ins Studio zu begeben. Dann liebe ich mein Home-Gym (klingt größer als es ist – damit meine ich eine kleine Ecke meines Wohnzimmers). Da ich wirklich kein Morgenmensch bin, trainiere ich meist in der Mittagspause. Wer nicht aus dem Homeoffice arbeitet, kann natürlich auch direkt nach Feierabend loslegen. Mein Tipp: Sofort Sportkleidung anziehen und auf die Matte. Wenn ich anfange darüber nachzudenken, ob ich grad eigentlich wirklich Lust habe, ist er Drops gelutscht. Gib deinem inneren Schweinehund gar nicht erst die Möglichkeit, mit dir zu diskutieren.
Mit hilft es zudem, mir vorher einen Plan zu machen. Möchte ich heute mit einem YouTube-Tutorial trainieren oder mit einer App oder habe ich nur kurz Zeit und mache ein paar Basic-Übungen wie Squats, Planks und Co.? Die Struktur hilft bei der Motivation.
Fazit
Du siehst: Für ein effektives Training zu Hause brauchst du keine teure Ausstattung oder ein extra Zimmer – eine kleine, durchdachte Auswahl an Equipment reicht völlig aus, um flexibel und ohne Zeitdruck zu trainieren. Der größte Vorteil bleibt für mich die Unabhängigkeit. Kein schlechtes Wetter, keine Anfahrt, keine festen Kurszeiten, die sich mit dem Alltag beißen. Und ehrlich gesagt: Manchmal ist die eigene Wohnzimmer-Ecke genau der Ort, an dem der innere Schweinehund am wenigsten Ausreden findet.
Ausblick
Im nächsten Artikel nehme ich dich mit in meinen eigenen Alltag. Wie sieht so eine Trainingswoche bei mir zwischen Ballett, Barre und Krafttraining eigentlich aus? Vielleicht ist die eine oder andere Idee für deine Woche dabei.